Frisches Gemüse in der Krise
2. April 2020

Das Gemüse kommt. Diese gute Nachricht teilt Ulrich Wagner, Geschäftsführer der Wimex Gruppe mit. Das Unternehmen versorgt mit Bördegarten Gemüse den Lebensmitteleinzelhandel in Mittel- und Norddeutschland. Aktuell laufen die Sortieranlagen auf Hochtouren. „Pro Tag verpacken wir beispielsweise rund 50 Tonnen Möhren und etwa 50.000 Schalen Suppengemüse“, erklärt Bördegarten Geschäftsführer Lutz Rüger. Dieses Gemüse ist auf Flächen rund um Arensdorf gewachsen und hat die letzten Monate in Kühllagern auf die Auslieferung gewartet. „Lebensmittel aus heimischer Erzeugung sind wichtig für die Grundversorgung der Bevölkerung – das gilt nicht nur in diesen bewegten Zeiten“, hält Ulrich Wagner fest.

Täglich verlassen lastzügeweise frische Waren das Gelände von Bördegarten mit Möhren, Sellerie und Gurken aus eigener Erzeugung sowie palettenweise Obst aus südlichen Gefilden an Bord. Denn das Bördegarten-Team kümmert sich auch um die Logistik von Obst und Gemüse, das derzeit aus dem Ausland kommt – wenn aktuell auch mit etlichen Hindernissen an den Grenzen. Derzeit rollt die Ware aus Italien, Spanien, Frankreich, den Niederlanden und Belgien in die Betriebe nach Arensdorf und Ostrau, dort bereitet Bördegarten die Lieferungen für den Lebensmittelhandel vor. „Unsere Kollegen halten am Sortierband den vorgegebenen Mindestabstand ein“, sagt Lutz Rüger. Außerdem habe das Unternehmen die weitreichenden Hygienemaßnahmen noch einmal verstärkt. Unter anderem finden sich überall Spender für Desinfektionsmittel. „Damit schützen wir unsere Mitarbeiter, sichern den Betrieb und können die Kunden ständig mit frischer Ware versorgen“, betont Ulrich Wagner und ergänzt: „Unsere Mannschaft hat die Herausforderungen der letzten beiden Wochen bestens bewältigt, dafür gilt den Teams der Standorte mein ausdrücklicher Dank.“ In den ersten Tagen der Ausgangsbeschränkungen war die Nachfrage nach Vitaminspendern wie Gemüse und Obst in die Höhe geschnellt, Bördegarten hat darauf flexibel reagiert.

Ernte läuft – Helfer gesucht

Auf den Feldern in Sachsen-Anhalt und im Gewächshaus vor Ort kommt die neue Ernte derweil in Fahrt: Die Lauchsaison ist inzwischen beendet, dafür ernten 65 Beschäftigte seit etwa einer Woche die ersten heimischen Frühlingszwiebeln des Jahres. Radieschen sollen ab dem Osterwochenende folgen. „Alles wächst und gedeiht“, erklärt Lutz Rüger.

Mit der Ernte aus Sachsen-Anhalt sorgt Bördegarten für frisches Gemüse in höchster Qualität bei kurzen Transportwegen. „Den Wert von Nahrungsmitteln von heimischen Feldern und aus deutschen Ställen lernen wir in der aktuellen Situation jetzt alle doppelt zu schätzen“, erklärt Ulrich Wagner. Durch den Start der Feldsaison sei die Versorgung mit frischem Gemüse gesichert. Für die Ernte kann sich Bördegarten auf geschickte Hände verlassen, viele Saisonarbeitskräfte aus osteuropäischen Ländern sind dem Betrieb seit Jahren verbunden. Durch eine kurzfristige Regelung der Bundesregierung dürfen sie aktuell sogar 115 Tage sozialversicherungsfrei in Deutschland arbeiten – bislang war dies nur 70 Tage pro Jahr möglich. Diese Lösung trägt aber nicht vollständig über die kommenden Wochen. Um die anstehende

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